L-Carnitin

l-carnitinwird in unserem Körper selbst aus den Aminosäuren Lysin und Methionin produziert. Zudem wird es über die Nahrung (vor allem über Schaf-, Lamm- und Rindfleisch aufgenommen. Wichtig für das Gelingen der L-Carnitin-Synthese sind die Vitamine C, Niacin, B6 sowie Eisen. L-Carnitin spielt im Fettabbau eine wichtige Rolle und wird daher häufig von Spitzensportlern und Bodybildern als Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Allerdings ist es entsprechenden Studien zufolge umstritten, ob eine zusätzliche Einnahme von L-Carnitin bei ausgewogener Ernährung die Fettverbrennung noch steigern kann.1

Nachgewiesen ist aber, dass L-Carnitin für die Bildung und Reifung der Spermien essentiell wichtig ist. Ein niedriger L-Carnitin-Spiegel im Blut bedeutet eine schlechtere Beweglichkeit der Spermien. Zudem schützt L-Carnitin die Spermien vor Zellschädigungen. Unter gewissen Voraussetzungen (intakte Mitochondrien in den Spermazellen) kann eine als Nahrungsergänzung zugeführte L-Carnitin-Dosis die Spermienqualität in Bezug auf Beweglichkeit und Menge intakter Spermien erhöhen.2

Ebenfalls wurde 2011 in einer Studie3 nachgewiesen, dass eine Nahrungsergänzung um 4000 mg L-Carnitin pro Tag die Erektionsfähigkeit verbessern kann. Gleichzeitig wurde ein Nachlassen von Unlust, Müdigkeit und depressiver Verstimmung (häufige Begleitsymptome einer ED) festgestellt. Und anders als bei einer Testosteron-Therapie erhöht sich unter L-Carnitin-Einnahme nicht das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

Die Tagesdosis sollte auf zwei Einzeldosen á 2000 mg pro Tag verteilt werden.

Bei Erkrankungen der Leber, bei Nierenbeschwerden, hohem Blutdruck und Diabetes sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie freiverkäufliche Präparate mit diesem Wirkstoff erwerben und einnehmen!

1) http://de.wikipedia.org/wiki/Carnitin (unter Punkt 5/Studien)
2) http://aminosäure.org/fruchtbarkeit/ (Fußnote 1)
3) http://aminosäure.org/erektile-dysfunktion/ (Fußnote 3)

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